An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Winzer und ein paar Spezialitäten aus unserem Weinsortiment vorstellen.
Cascina Ballarin ist ein Familienweingut in La Morra, Ortsteil Annunziata, das im Jahr 1928 aufgebaut wurde. Die Weinberge befinden sich hauptsächlich in La Morra und Monforte d'Alba. Das Weingut wird mittlerweile von den Gebrüdern Viberti betrieben und wir lernten Giorgio Viberti das erste mal persönlich kennen, als er uns zusammen mit seinem Freund Gianni Gallino im April 2005 bei deren privater "Giro di Germania con Vini della Langhe" besuchten.
Neben dem hervorragenden Barolo "Tre Ciabot" mit fairem Preis-Leistungsverhältnis gibt es von diesem Weingut prämierte Lagen-Barolo, aber auch sehr guten und ehrlichen Dolcetto, Barbera und Nebbiolo. Als Einstiegswein "für jeden Tag" empfehlen wir den Langhe Rosso "Cino", eine Cuvé aus Dolcetto, Barbera und Nebbiolo. Dieser gehobene Tafelwein hat in den meisten Jahrgängen einen nicht so hohen Alkohogehalt und eignet sich hervorvorragend als Begleiter für Pasta bzw. Nudelgerichte, aber auch für Salami und Käse.
Ansicht >>> Weinflaschen von Cascina Ballarin / Familie Viberti
Mit der Cantina Filippo Gallino haben wir schon vor ein paar Jahren einen neuaufgehenden Stern am piemontesischen Weinhimmel gefunden. Ehrliche Winzer, deren Ziel es seit Jahren ist, eine immer höhere Qualität zu erreichen. Sie erzeugen den für das Gebiet typischen Roero, einen Rotwein, der aus Nebbiolo und bis zu 10% Arneis (Weißwein) bestehen kann. Gallino hat jedoch auf die Zugabe von Weißwein verzichtet. Wie er selbst sagte, würde der Roero dadurch zwar anfangs gefälliger, er hinterließe jedoch kein so feines Finale. Außerdem wäre er auch dadurch nicht besonders lagerfähig.
Dieser Roero wird nun auf zweierlei Art hergestellt, als Barrique und als traditionell ausgebauter Wein - und beide sprechen für sich. So wie uns die Rotweine begeisterten, überzeugte uns auch sein Arneis, ein schlanker Weißwein, ohne unnötige Restsüße, mit wunderbarem, fruchtigem Bukett. Er bleibt angenehm im Mund, ohne sich dabei zu sehr in den Vordergrund zu drängen.
Ansicht >>> Weinflaschen von Filippo Gallino
Roberto und Massimo Damonte sind zwei Vertreter der großen Weißwein-Hoffnungsträger des Piemont. Mancher behauptet, die Damonte-Brüder seien die besten Weißweinproduzenten des Piemonts.
Mit aufwendigen Umstrukturierungen haben sie verschiedene Gewächse aus ihren Arneis-Lagen geschaffen. Angefangen vom klassischen Wein bis zum hochwertigen, lagenreinen Cru. So zum Beispiel der Saglietto - ein Arneis der Extraklasse mit Andeutungen von Aprikosen, Vanille und Muskatnuß im Duft und vollem, weichen Geschmack, der lang, nachhaltig und würzig endet. Auch beim Rotwein sind Qualität und Kellerarbeit hervorragend.
Der Roero Superiore, ein rubinroter, hochkarätiger Tropfen, vereint Düfte nach Himbeeren, Johannisbeeren, Vanille und Kaffee. Er ist körperreich, doch niemals schwer, mit kraftvollem Tannin und angenehm trockenem Abgang.
Ansicht >>> Weinflaschen von Malvira
Hermann Dörflinger war einer der ersten südbadischen Winzer, der kompromißlos trockene Weine erzeugte. Dieser Leitlinie ist er stets treu geblieben. Seine feinen, komplexen und fruchtigen Weißburgunder, seine eleganten Gutedel, sein sehr ansprechender Chardonnay, aber auch sein vielschichtiger Spätburgunder zeugen von der Klasse dieses Weinguts.
Im typischen Anbaugebiet des Gutedel - andernorts auch als Chasselas oder Fendant bekannt - wollte Dörflinger dem Trend zum ausladenden Gutedel mit exotischer Fruchtnote genausowenig folgen, wie anderen Modeerscheinungen.
Der Traditionalist vertraut hingegen eher dem klassischen, sortengerechten Ausbau. Auch sein Mut, die Trauben im Herbst länger am Stock reifen zu lassen, wird belohnt. Trotz hoher Mostgewichte bewahren seine Weine immer Eleganz. Hermann Dörflinger ist längst kein Geheimtip mehr, sein Betrieb gilt heute als eine der ersten Adressen im südbadischen Markgräflerland.
Ansicht >>> Weinflaschen von Hermann Dörflinger
Herbert Reinecker ist eine solide Adresse für sorten- und jahrgangstypischen Sekt, der hier nach dem traditionellen Champagnerverfahren - Flaschengärung, handgerüttelt - hergestellt wird.
Die eigenen Weinberge werden nach ökologischen Regeln bewirtschaftet, ein Teil der Trauben von befreundeten Winzern zugekauft. Herbert Reinecker strebt stets ein Geschmacksbild an, das dem klassischen Champagnertyp nahe kommt und sich von den säurebetonten, stahligen Rieslingsekten unterscheidet, wie sie an Mosel und Saar üblich sind. Feinperliges Mousseaux ist ebenso Ziel, wie die Wandlung der Säure in Aromen. Die Dosage seiner Sekte ist meist eher zurückhaltend, was ein runderes, volleres Geschmacksbild ergibt.
Ansicht >>> Weinflaschen von Herbert Reinecker
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